Ist Dein Leben bereits filmreif? (Teil 1/2)

Hast Du hin und wieder das Gefühl, dass das Leben noch wesentlich mehr für Dich bereithält und Du irgendwie nicht so richtig auf Deine Kosten kommst?

Wunderst Du Dich vielleicht, ob sich Dein Leben im richtigen Tempo entfaltet und in die richtige Richtung bewegt?

Oder fragst Du Dich vielleicht sogar, ob Träumen doch nicht allein für Kinder bestimmt ist und es einen tieferen Sinn für die extravaganten Bilder gibt, die immer wieder vor Deinem inneren Monitor aufflackern?

Du hast so viel gelernt... Zeit, Geduld und Geld investiert und kommst doch nicht so voran, wie Du es erwartest.

Was läuft hier bloß schief?

„Umarmen Sie jetzt bitte ihren Sitznachbarn und sagen sie ihr oder ihm, dass sie/er ein toller Typ ist und sie die Person lieb haben. Und jetzt noch die Person zu Ihrer anderen Seite. Wie fühlen Sie sich jetzt alle? Viel besser nicht wahr?"

In manchen Keynotes oder bestimmten Live - Motivationsseminaren wird man schon mal mit einer Situation konfrontiert, die der eben beschriebenen ähnelt. Ich weiß natürlich nicht, wie es bei Dir ist, aber bei mir erzeugt so eine Nummer eine gewisse Übelkeit.

Selbst wenn so etwas bei der einen oder anderen Person tatsächlich den erwünschten Effekt haben sollte... die Wirkung verpufft innerhalb weniger Minuten.

Und zwar vollständig und rückstandsfrei. (#gottseidank)

Spätestens wenn die Keynote vorbei ist, der Motivationsorchestrator die Bühne verlassen hat und seine Novizen mit wundgeklatschten Händen, stumpfem Schädel-Hirn-Trauma und schwerer Desorientierung wieder von ihren Stühlen heruntersteigen.

Nach der Desorientierung folgt eine Phase der Desillusionierung und nach wenigen Tagen ist alles wieder beim Alten.

Für den nächsten Kick brauchst Du dann eine neue Stuhlschanze.

So erzeugt man als Crystal Meth Pusher nachhaltige Kundenbindung.

Strategien der Kundenbindung für Crystal Meth Pusher

Was ist denn falsch daran, ein besserer Mensch werden zu wollen?

Gar nichts!

Mich selbst fasziniert und beschäftigt das Thema bereits seit über 20 Jahren.

Aber warum funktioniert es dann offensichtlich nicht so ohne weiteres, ein besserer Mensch werden zu wollen?

Das tut es schon, nur eben nicht in den am weitesten verbreiteten Darbietungsformen.

Sagen wir vereinfachend, dass der Unterhaltungswert allzu häufig der richtigen Wirkung solcher Maßnahmen vorangestellt wird. Und das ist nicht mal so sehr ein Fehler der betreffenden Anbieter solcher Trainingsmaßnahmen.

Ebenso wenig, wie News Redaktionen schuld daran sind, dass ihre Konsumenten negative Schlagzeilen bevorzugen.

Oder Messerhersteller dafür, dass ihre Küchengeräte gelegentlich nicht nur zum Brotschneiden eingesetzt werden.

All diese Anbieter füllen lediglich eine Lücke in ihrem jeweiligen Markt. Das Problem ist systemimmanenter Natur.

Aber bevor ich Dir die Frage wirklich konkret beantworten kann und auf einen strategischen Ansatz eingehe, der meiner Meinung nach deutlich besser und vor allen Dingen wesentlich nachhaltiger funktioniert - weil er auf Verständnis beruht anstatt auf Effekthascherei - schauen wir uns doch zunächst mal ein paar Zahlen an.

Keine Angst - es wird kurzweilig.

Laut Manpower Studie zur Jobzufriedenheit 2017 hat fast jeder Zweite in Deutschland bereits innerlich gekündigt und beabsichtigt innerhalb der kommenden zwölf Monate den Job zu wechseln.

"Jeder Zweite hat bereits innerlich gekündigt."

Das Ergebnis ist insofern interessant, als das sich dieser Wert seit Jahren auf fast gleichem Niveau bewegt und auch keine größere Veränderung absehbar ist.

Dazu wäre eine recht disruptive Veränderung nötig und... naja, was sollte so eine Veränderung auch herbeiführen?

Gallup alarmiert uns in seinem jährlichen Engagement Index, dass rund 70% aller Arbeitnehmer eine geringe emotionale Bindung zu ihrem Arbeitgeber haben und nur Dienst nach Vorschrift machen.

Auch hier sind in kommender Zeit keine sprunghaften Veränderungen des Wertes in die eine oder andere Richtung zu erwarten.

Schon etwas älter - aus dem Jahr 2013 - ist die Stepstone Studie "Glück am Arbeitsplatz", die zu folgenden interessanten Ergebnissen kommt:

"Mit ihrem Leben insgesamt sind die Europäer mit einer durchschnittlichen Bewertung von 6,3 von 10 mäßig glücklich. Hinsichtlich der Zufriedenheit im Job liegt die Durchschnittsbewertung sogar nur bei 5,5 von 10."

Eigentlich ist es ja nicht so, dass man für diese Erkenntnisse erst irgendwelche Studien bräuchte.

Intuitiv spürst Du selbst, dass nicht alles ganz so läuft, wie es laufen könnte.

Du erlebst diesen inneren Konflikt vermutlich selbst jeden Tag aufs Neue.

Vielleicht spürst Du ihn noch nicht so sehr in den ersten paar Jahren im Job, wo der Reiz des Neuen und die Verlockungen der Karriereleiter groß sind.

Dafür umso deutlicher, sobald dieser Lockduft erst einmal verflogen ist...

Wenn man sich die eben genannte Entwicklung aber bewusst macht, fragt man sich doch schon unwillkürlich, was persönliche Weiterentwicklung eigentlich bringen soll?

Immerhin setzen ja genau hier die Anbieter mit ihren Speakings, Coachings und Trainingsprogrammen an.

Arbeitgeber möchten gern ihre Mitarbeiter anspornen, über sich selbst hinauszuwachsen und 120% ihrer Lebensenergie in das Unternehmen zu investieren (...von dessen langfristigen Erfolg sie selbst vielleicht nur zu etwa 60% überzeugt sind - oder sie haben sogar ebenfalls schon innerlich gekündigt... aber das ist eine gänzlich andere Story).

Auch Du selbst möchtest gern über Dich hinauswachsen.

Aber aus völlig anderen Gründen!

Du willst einfach das einfordern, was Dein Leben von Geburt an für Dich bereithält. Und das ist einer der besten, gesündesten und natürlichsten Beweggründe überhaupt.

Ich kenne nicht viele Menschen, die sich ein schlechteres Leben wünschen.

Und wie ein verflixtes Müslikorn zwischen Deinen Zähnen, das einfach nicht herauszubekommen ist, macht es Dich rasend, dass Du auf einmal in einem langen, dunklen Flur der Mittelmäßigkeit angelangt bist, der sich von hier bis zu Deiner Pensionierung erstreckt und nirgendwo sind Notausgänge auch nur in Sichtweite!

Fast ebenso deutlich fällt anhand dieser Zahlen nämlich auf, dass zumindest ein Großteil der angebotenen Selfhelp - Programme nicht ganz das zu halten scheinen, was sie versprechen.

Vielleicht kratzen sie nur an der Oberfläche.

Vielleicht kratzen sie an der falschen Stelle.

Oder vielleicht kratzen sie uns auch einfach überhaupt nicht.

Sich mit dem Thema persönlicher Veränderung zu beschäftigen ist nicht falsch. Im Gegenteil - es ist ein perfekter Start.

Aber es ist leider noch bei weitem kein Garant für einen Quantensprung in Deiner Karriere und vor allem Deinem Glückshaushalt.

Und ein glücklicheres Leben... das sollten wir uns vielleicht nochmal kurz ins Gedächtnis rufen... ist schließlich das erklärte Ziel des Spiels, das wir hier spielen.

Die meisten Informationen zum Thema persönlicher Veränderung da draußen sind schlichtweg falsch.

Weil sie einen völlig anderen Bedarf befriedigen wollen, als den der kontinuierlichen Selbstverbesserung.

Nämlich den der schnellen Abhilfe.

Den Weg des #Hacks.

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